Fuerteventura

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Fuerteventura ist für uns die schönste der Kanarischen Inseln. Für jeden bietet die Insel etwas.
Im Norden der Insel läßt es sich gut feiern und surfen. Auf dem Weg in den Süden entdeckt
man malerische Dörfer und einige ruhige Plätze. Einen Abstecher an die Westküste läßt
einen den rauhen Atlantik und die wilde Natur erleben.
Im Südosten der Insel locken romantische Strandspaziergänge und herrliche Bademöglichkeiten.


 

Über sechs Millionen deutsche Urlauber jährlich können nicht irren. Ähnlich wie bei den großen Vogelschwärmen
setzt im Herbst auch bei ihnen der große Exodus ein: Auf der Flucht vor der Nässe und Kälte in unseren
Breitengraden fliegen sie schnurstracks auf die Kanarischen Inseln. Denn El Hierro, Fuerteventura, Gran Canaria,
Lanzarote, La Gomera, La Palma und Teneriffa versprechen auch im Winter angenehme Temperaturen und
Trockenheit. Dies hat das Archipel seiner geographischen Lage zu verdanken. Etwa 100 Kilometer vor der
marokkanischen Küste in der Höhe von Ägypten beschert der Nordost-Passatwind der Inselgruppe ewigen
Frühling.

          Aber ein mildes Klima und lange Strände reichen nicht aus, um aus einer Insel ein Traumziel zu machen. Im Falle der
          Kanaren spielten noch andere günstige Faktoren mit, um aus den Inseln eines der beliebtesten Ferienziele Europas zu
          machen. In knapp viereinhalb Stunden Flugzeit sind die Kanaren schnell zu erreichen, und mit nur einer Stunde
          Zeitunterschied muß man sich auch nicht lange mit einem Jetlag herumschlagen. Hinzu kommt, daß eine auf die
          touristischen Bedürfnisse perfekt abgestimmte Infrastruktur vor bösen Überraschungen schützt.

          Die Infrastruktur hat allerdings auch ihre Nachteile: Zwar befördern uns heutzutage preiswerte Charterflüge dorthin, aber
          der Bauboom der 60er und 70er Jahre hat den Inseln viele Betonburgen beschert. Wenn von „Massentourismus“ die
          Rede ist, dann denken wir in erster Linie an die häßlichen Hotels der Kanaren. Doch zum Glück trifft dieses Klischee in
          der Regel nur auf ganz bestimmte Inselabschnitte zu. Bewegt man sich außerhalb dieser Touristen-Zentren, kann man
          ganz neue Seiten der Kanarischen Inseln – abseits des „deutschen Filterkaffees“ und der „Würstel“ – entdecken.

          Knapp 100 Kilometer lang und 30 Kilometer breit ist Fuerteventura, die zweitgrößte Insel des kanarischen Archipels,
          und mit 40 000 Einwohner nur spärlich bewohnt. Wenn man von einer Mondlandschaft spricht, so ist das nicht
          abwertend gemeint. Nur: Auf den ersten Blick besteht die Insel tatsächlich nur aus Lavageröll, schwarzem Fels und
          Wüste. Im Norden erhebt sich ein bis zu 300 Meter hohes, vegetationsloses Vulkanplateau. Den Süden mit der
          Halbinsel Jandia kennzeichnet im Landesinneren eine hügelige, ebenfalls kahle Landschaft. Die Küsten jedoch
          bieten kilometerlange Sandstrände und Dünen. Von allen Kanaren hat Fuerteventura die geringsten Niederschläge.

          Klima
 

Monat Lufttemperatur Wassertemperatur
Regentage
November
26
20
5
Dezember
21
19
5
Januar
19
18
7
Februar
20
17
3
März
23
17
2
April
24
18
0

          Fuerteventura gehört zu der Sorte von Urlaubszielen, wo man sich beruhigt in die Sonne legen kann, ohne ein schlechtes
          Gewissen zu bekommen, man würde nun tolle Sehenswürdigkeiten versäumen. Angenehmerweise besitzt die Insel
          keine. Was man jedoch auf keinen Fall links liegen lassen sollte, ist eine Inseltour, sei es per Jeep oder Bus, denn die
          Vulkanlandschaft birgt ihren ganz eigenen Charme.

          Die touristischen Zentren liegen einmal im Norden rund um das ehemalige Fischerdorf Corralejo und einmal im Süden
          von der Costa Calma bis Playa de Jandia. Corralejo hat einen kleinen Hafen, Lokale, Läden und einen schmalen
          Sandstrand – die Playa Galera. Massenunterkünfte findet man hier nicht. Die langen Dünenstrände befinden sich circa
          fünf Kilometer außerhalb der Ortschaft an der Playa del Corralejo. Breitere Sandbänke und Dünen gibt es ab der Costa
          Calma Richtung Jandia. Die Playa de Barlovento de Jandia ist mit 14 Kilometer Länge etwas für Spaziergänger. Das
          Herz des Südens schlägt allerdings rund um Jandia, besonders an der belebten Playa de Matorral. Dort warten die
          größten Strände, die besten Winde, das vielfältigste Unterhaltungsangebot und die nicht immer schönen Bettenburgen.

          Nicht ohne Grund leitet sich der Name der Insel aus „Fuerte viento“ (starker Wind) ab. Surfer und Taucher schätzen
          vor allem die ablandigen Winde. Sie gehen bevorzugt nach Jandia und an die Playa del Barca wegen der
          Windsurf-Schule. Neuerdings werden auch geführte Wanderungen (vor allem ab Corralejo) angeboten.

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